Dachsteingletscher

 

 

Der am Hohen Dachstein (2996m) gelegene Hallstätter Gletscher ist mit einer Fläche von knapp 3km² der größte Gletscher der nördlichen Kalkalpen. Bereits im Jahre 1896 wurde er das erste Mal kartiert. Zu dieser Zeit nannte man ihn noch Karlseisfeld.

Seit dem Gletschervorstoß von 1850 haben die Gletscher der Dachsteinregion über die Hälfte an Fläche verloren. Der Hallstätter Gletscher schwindet jedoch geringer. Dennoch zieht sich die mittlere Gletscherzunge fast jedes Jahr ein weiteres Stück zurück, in den letzten Jahren an bestimmten Messpunkten mit über 30 Meter pro Jahr.


Längenänderung der mittleren Zunge am Hallstätter Gletscher von 1950 bis 2017

Der Hallstätter Gletscher ist nordostseitig exponiert und am niederschlagsreichem Nordrand der Alpen gelegen. Er besitzt drei kürzere Zungen und eine größeres Plateau oberhalb der Gleichgewichtslinie. Ost-, süd- sowie westseitig wird er von Felswänden umgeben. Diese beienflussen aufgrund von Stau- und Lee- Effekten sowie Lawineneinträgen die Akkumulation von Schnee positiv. Auch schirmen die Felsen Teile des Gletschers von der direkten Sonnenstrahlung ab. Somit besitzt der Hallstätter Gletscher gegenüber den Gletschern des Alpenhauptkammes eine deutlich weniger negative Massenbilanz.